Ausgabe April 2011 | |
Dr. Hans-Ulrich Kugies Sowohl das Handwerk der Zahntechnik als auch der Zahnmedizin befindet sich im Umbruch. Der seit Jahren angekündigte Wandel in den Berufsbildern und ihrer Arbeitsplätze hat sich vollzogen und wird mit den im Rahmen der IDS gewonnenen Erkenntnissen nun noch weiter zunehmen. Beiden Berufszweigen bleibt eigentlich gar nichts anderes mehr übrig, als sich den veränderten Anforderungen und Arbeitswegen zu stellen - zu ihrem Vorteil. Beispielsweise gewinnt die Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Zahntechniker mit der digitalen Abdrucknahme in der Praxis eine neue Dimension der Qualität. Und CAD/CAM bietet der deutschen Zahntechnik die Chance, sich preislich im weltweiten Wettbewerb zu behaupten. | |
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... und definitive Versorgung mit verschraubter Implantatkrone aus Vollkeramik (Teil 1) ZTM Oliver Morhofer Aufgeklärte Patienten wünschen sich von einer prothetischen Versorgung heutzutage neben einer funktionellen auch eine ästhetische Wiederherstellung. Im Folgenden wird ein Behandlungskonzept vorgestellt, bei dem vor und nach der Insertion enossaler Implantate CAD/CAM-gefertigte provisorische Versorgungen dazu dienten, die Papillen zu rekonstruieren. So wurde die Herstellung einer suffizienten Weichgewebesituation und ansprechenden Rot-Weiß-Ästhetik als Behandlungsziel in optimaler Weise erreicht. | |
Dr. Avi Reyhanian Im Rahmen einer Parodontalbehandlung werden für die Entfernung von Zahnstein und erkranktem Weichgewebe in der Regel mechanische Instrumente verwendet. Allerdings ist das konventionelle Instrumentarium unter Verwendung von Kürettagen technikabhängig sowie zeitaufwendig und führt in einigen Fällen nicht zu dem gewünschten Ergebnis. Zudem bereiten Power-Scaler dem Patienten aufgrund von erzeugten Geräuschen und Vibrationen Stress. Die laserunterstützte Parodontaltherapie hat sich in der letzten Zeit als potenzielle Alternative zur konventionellen mechanischen Behandlung einen Namen gemacht. Für den Einsatz in der Parodontaltherapie wurden unterschiedliche Lasertypen, unter anderem der Er:YAG-Laser, untersucht. Dieser Dentallaser emittiert Licht mit einer Wellenlänge von 2.940 nm und hat sich sowohl für den Einsatz an Hart- als auch an Weichgewebe bewährt. | |
ZTM Alois Tschugg Die Passgenauigkeit von Kronen und Brücken hängt von der Präzision vieler einzelner Arbeitsschritte und Faktoren ab. Hierzu gehören u. a. Abformung und Entnehmen des Abdrucks, Gießen der Modelle, Zuschneiden und Anpassen der Zahnstümpfe sowie die Eigenschaften der verwendeten Materialien. Aufgrund dieser zahlreichen Einflussgrößen war es bisher schwierig, Ergebnisse von konstant hoher Präzision zu erzielen. Die Digitalisierung der Abformung, z. B. mit dem Cadent iTero (Straumann, CH-Basel), stellt daher eine revolutionäre Errungenschaft für die Zahnheilkunde dar. | |
ZTM Oliver Bukowski Die Dentaltechnik hat sich in den vergangenen Jahren rasant weiterentwickelt. Hightech-Methoden wie das computergestützte Arbeiten mit CAD/CAM-Systemen sind aus der modernen Welt der Zahnheilkunde nicht mehr wegzudenken. Leistungsfähige Softwareprogramme und optimal aufeinander abgestimmte Technologien, z. B. in Form des Systems cara von Heraeus Kulzer (D-Hanau), bieten beste Voraussetzungen, um selbst hochkomplizierte Kronen und Brücken detail- und passgenau zu fertigen. Der Zahntechniker ist dabei trotz Computerunterstützung nach wie vor als „Gestalter“ gefragt, denn jeder Zahnersatz ist ein Unikat, das in Maßarbeit gefertigt wird. | |
Redaktion Die IDS als weltweit führende dentale Innovationsmesse gilt als wichtigste Plattform zur Kommunikation von Entwicklungsstand oder Einführung neuer Technikkonzepte oder Technologien. Zu einem der Highlights der diesjährigen IDS versprachen die intraoralen oder direkten Scansysteme zu werden. Die herkömmliche Abformung sollte nach Wunsch der Hersteller ein Auslaufmodell werden und dem kompletten digitalen Workflow weichen. Neben den bereits im klinischen Einsatz befindlichen Systemen von 3M ESPE (D-Seefeld), Sirona Dental Systems (D-Bensheim) und Straumann (CH-Basel), wurden im Vorfeld verschiedene neuartige direkte 3D-Erfassungssysteme angekündigt. | |
ZA Vincent Richter, Prof. Dr. Axel Bumann In der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde erlangt die dreidimensionale Bildgebung zunehmende Bedeutung. Prinzipiell kommen dafür die Digitale Volumentomografie (DVT) und die Computertomografie (CT) infrage. Wie bei jeder Anwendung von ionisierender Strahlung, d. h. Röntgenstrahlung, gilt das ALARA (As Low As Reasonably Achievable)-Prinzip: Es ist derjenigen Methode der Vorzug zu geben, welche die klinische Fragestellung bei geringstmöglicher Strahlenbelastung des Patienten beantwortet. Dieser Grundsatz ist auch in der Röntgenverordnung (§ 23) festgeschrieben. | |
3. Fachforum „CAD/CAM und Rapid Prototyping in der Zahntechnik“ Redaktion Im Mai 2011 öffnet die Messe Erfurt einmal mehr ihre Tore für die Rapid.Tech. Ziel der 8. Fachmesse und Anwendertagung für Rapid-Technologie sind schnellere, intensivere und interdisziplinäre Dialoge als Grundlage für Innovationsprozesse in der Welt der generativen Fertigungsverfahren. Im vergangenen Jahr kamen an den beiden Messetagen insgesamt 1.100 Besucher nach Erfurt, um sich über computergestütztes Manufacturing zu informieren – darunter auch zahlreiche Zahntechniker, Zahnärzte und Vertreter der Dentalindustrie. Denn Rapid Prototyping nimmt im Bereich der Zahnheilkunde eine seit Jahren stetig wachsende Rolle ein. | |
Dr. Dr. Dominik A. Ettlin, Prof. Dr. Luigi Maria Gallo Für ein umfassendes Verständnis der Kiefergelenkfunktion ist die Kenntnis der Anatomie und der Bewegungsmuster des Unterkiefers unerlässlich. Moderne bildgebende Verfahren ermöglichen heutzutage die Darstellung der Gelenke in drei Dimensionen. Durch Zusammenführung der anatomischen 3D-Bilder mit der individuellen mandibulären Kinematik können neue Einblicke in die Funktion gesunder und biologisch oder interventionell veränderter Kiefergelenke gewonnen werden. Dieser Beitrag beschreibt die anatomischen und technischen Grundlagen zur virtuellen 3D-Bildgebung der Kiefergelenkfunktion und erörtert die Relevanz dieser neuen Methode für Klinik und Forschung. | |
Redaktion Zahnarztpraxis, Dentallabor, Fräszentrum sowie Schulungs- und Handelsgesellschaft – all diese Unternehmen sind in der Wilhelminenstraße 25 unweit des Zentrums von Darmstadt unter einem Dach vereint. Und sie haben mehr als nur den Standort gemeinsam: Die Betriebe wurden alle von dem Zahnarzt und Zahntechnikmeister Martin Ahrberg gegründet. Das Bindeglied zwischen ihnen sind digitale Technologien, die bei Martin Ahrberg stets im Mittelpunkt stehen. | |
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